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Wissenswertes

Marokkos Höhepunkte (individuell) – 11.10.–23.10.2018

Marokkos Höhepunkte, der hohe Atlas, Wüste und Süden

In der Zeit vom 11. Oktober bis 23. Oktober 2018 machten wir zu viert eine 13tägige Rundreise durch den Süden von Marokko. Nachdem wir die fast 2stündige Passkontrolle in Marrakech endlich glücklich überstanden hatten, wurden wir schon von dem Fahrer erwartet, der uns zu unserem Riad in der Medina von Marrakech brachte. Die Geduld, die der Fahrer aufbrachte, um uns in Empfang zu nehmen, war bewundernswert. Wir verbrachten 3 Nächte in Marrakech. Die Unterkunft war optimal gelegen, sehr gepflegt, das Personal war sehr freundlich und das Frühstück umfangreich und gut. Wir hatten nur in der ersten Nacht etwas Probleme mit der Unterbringung. Die Zimmer waren sehr klein und entsprachen nicht dem Standard und der Größe, die wir gebucht hatten. Unser Zimmer war unserer Meinung nach eigentlich nur für eine Person geeignet. Nach der ersten Nacht wurden unsere Zimmer allerdings problemlos getauscht. Die nächsten beiden Nächte verbrachten wir in Räumlichkeiten, die unseren Erwartungen voll und ganz entsprachen.

Am Vormittag des 12. Oktober wurden wir zu einer Führung durch Marrakech abgeholt. Diese Führung bzw. dieser Führer entsprach nicht so ganz unseren Vorstellungen. Es war offensichtlich, dass er uns zu Händlern des Souks führte, die im Vergleich zu anderen Händlern weit überhöhte Preise verlangten. Man sollte die Geduld bewahren und die Einkäufe wie die zahlreichen kleinen Geschenkartikel aus Holz oder die Tücher und Schuhe nicht in Marrakech erledigen, sondern in den Städten unterwegs. Tücher kann man in Zagora günstig erwerben, Schuhe in Tafraoute und Geschenkartikel aus Holz in Essaouira. Beste Qualität zu einem allerdings etwas höheren Preis findet man in Essaouira in der Cooperative. Außerdem wollte der Führer uns zu einer Kutschfahrt überreden, die wir dann später auf eigene Faust zu einem erheblich günstigeren Preis durchführen konnten. Eine Besichtigung der Saadier Gräber hatte er nicht auf seinem Programm.

Am Vormittag des 14. Oktober erwartete uns unser Reiseführer Khalid, der uns während unserer Rundreise durch den Süden von Marokko die ganze Zeit begleitete. 

Die Reise führte uns über den hohen Atlas nach Ouarzazate, dem „Tor zur Wüste“ und am Dades-Fluß entlang nach Tineghir. Weiter ging es über Zagora Richtung Sahara durch die Stein und Sandwüste bis zu unserem Wüstencamp in der Sanddüne Erg Chegaga. Die Landschaft und die Unterbringung im Komfortzelt waren überwältigend. Einen solchen Komfort haben wir keinesfalls erwartet. Wohn- und Schlafbereich waren getrennt und wir hatten sogar ein separates Bad mit Waschbecken, Dusche und europäischer Toilette, ausgerüstet mit fließend warmem und kaltem Wasser. Im Wohnbereich befand sich ein Sofa mit Tisch. Der Tisch war angerichtet mit marokkanischem Gebäck und einem Getränk. Zu unserer Überraschung fanden wir dort auch ein Schachspiel vor. Der Schlafbereich war ausgerüstet mit einem riesigen Doppelbett und –man kann es kaum glauben- mit einem Schminktisch. Alles war sehr gepflegt und sehr sauber.

Die Weiterfahrt führte uns durch die Wüste und über einen ausgetrockneten Salzsee nach Tata, einer Wüstenoasenstadt, und durch das Anti-Atlas-Gebirge in die Berber-Kultur nach Tafraoute. Das Hotel, in dem wir übernachteten, liegt an einem kleinen Platz direkt neben dem Souk. Tafraoute ist bekannt durch seine Schuhfabrikation. Man kann sehr günstig Schuhe kaufen, die von den kleinen Händlern im Souk hergestellt werden.

Die letzte Etappe unserer Reise war brachte uns über Agadir entlang des Atlantiks nach Essaouira. Essaouira ist eine Stadt, die sich sehr unterscheidet von den Orten, die wir bisher im Süden von Marokko erlebt hatten. Man verspürt noch stark die portugiesischen Ursprünge. Die Medina ist sehr malerisch und liegt direkt am Meer. Dass Essaouira für Touristen aus dem In- und Ausland ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist, macht sich an dem Trubel in den engen Gässchen und den beschaulichen Plätzen stark bemerkbar. Es gibt unzählige kleine Geschäfte, die ihre Waren anbieten und sehr viele Restaurants und kleine Verkaufsstände, an denen man Speisen und Getränke kaufen kann. Bekannt ist Essaouira für die Produktion von Geschenkartikeln aus Tuja-Holz und Schmuck. Falls man Wert auf gute Qualität legt, sollte man diese Produkte bei der Cooperative kaufen. Die Artikel sind dort zwar etwas teurer aber von besserer Qualität.

In Essaouira waren wir in einer Suite in dem Riad Mimouna unterbracht mit direktem Blick auf das Meer. Die Unterbringung war sehr komfortabel und der Ausblick grandios. Wer sich allerdings durch das Meeresrauschen im Schlaf gestört fühlt, sollte ein Zimmer ohne Meerblick wählen, die zudem auch billiger sind. Nach 3 Tagen in Essaouira wurden wir am Tag unserer Abreise von einem Fahrer abgeholt, der uns wohlbehalten wieder zurück nach Marrakech an den Flughafen brachte. 

Zusammenfassende Bewertung:

  • Marokko ist ein sehr schönes Land mit einer für uns Europäer ganz fremden Kultur und Landschaft.

  • Man wird von den Einwohnern von Marokko überaus freundlich empfangen.

  • Bei Khalid, unserem Führer, der uns während der Rundreise begleitete, handelte es sich um einen jungen, sehr gebildeten Berber, dessen Eltern noch als Nomaden durch Marokko zogen. Er war unermüdlich um unser Wohlbefinden bemüht und wir haben sehr schnell ein vertrautes Verhältnis zu ihm entwickelt. Dadurch dass er uns an seinen eigenen, sehr abwechslungsreichen Lebenserfahrungen teilnehmen ließ, konnten wir zusammen mit ihm ein wenig in die Besonderheiten des alltäglichen marokkanischen Lebens eintauchen.  Sein aufgeschlossenes und freundliches Wesen ermöglichte es uns, bei einer kleinen Wanderung Kontakte mit Landarbeitern zu knüpfen, die uns überaus freundlich empfingen und uns sofort Tee und Berberpizza anboten. Khalid führte uns auch zu Sehenswürdigkeiten, die nicht in dem Reiseprogram vorgesehen waren. Er machte z.B. eine ausführliche Führung durch die Kasbah Amridil, der ältesten Kasbah Marokkos und erläuterte uns dabei anschaulich das Leben in einer Kasbah. Auch führte er uns zu über 5000 Jahre alten Felszeichnungen, die nicht allgemein bekannt sind.

  • Bis auf das Hotel in Tafraoute waren wir immer in landestypischen Unterkünften untergebracht, die stets unseren Komfortvorstellungen entsprachen bzw. größtenteils übertrafen. Beispielhaft hervorheben möchten wir das Riad „Noble Sauvage“ in Zagora, das zwar außerhalb des Stadtzentrums liegt, aber durch seine Lage an einem Palmenhain mit dazwischenliegenden Feldern zu einem erholsamen Spaziergang einlädt. Die Unterkunft hat sehr viel Atmosphäre, sehr schöne Zimmer und einen herrlichen Garten. Die Mitarbeiter des Riads sind zurückhaltend, aber sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen war – wie auch in den anderen Unterkünften – sehr gut. Anmerkend möchten wir noch empfehlen, einen Haarfön mitzunehmen, da in einigen Unterkünften kein solcher vorhanden war.

  • Die Organisation der Reise war sehr gut, wir hatten keinerlei Schwierigkeiten. Das Problem mit den falschen Zimmern in der ersten Nacht in Marrakech wurde schnell gelöst.

  • Wir können das Reiseunternehmen „Dein Marokko“ nur empfehlen und können uns sehr gut vorstellen, mit diesem Unternehmen eine weitere Reise in das schöne Marokko zu machen.

 

Note Sehr gut
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