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Kasbas und Wüste 08.11.-16.11.2019

Kasbas und Wüste/ Die Straße der 1000 Kasbahs und Sahara/ 08.11.-16.11.2019

Liebes „Dein - Marokko“ -Team,
erstmal ein ganz herzliches Dankeschön (tin mart igoudan) für die -wieder einmal- großartig gelungene Gestaltung dieser Reise, sowohl im Vorfeld als auch während der Durchführung.

Alles hat reibungslos geklappt und wir haben uns rundherum wohl gefühlt.Lobenswert ist die kompetente, nette und stets gut gelaunte Begleitung durch Hassan und die Freundlichkeit und sichere Fahrweise Saids.
Atemberaubend war die Fahrt entlang der alten Karawanenrouten über den Tishka-Pass und Ouarzazate (Besichtigung der beeindruckenden Kasbah) durch das Tal der Rosen zur Dades- Schlucht. Die Übernachtung im ansprechenden Dar Ahlam zeichnete sich durch sehr nette aufmerksame Gastgeber, traditionelle Gestaltung, knisterndes Kaminfeuer und tolles Essen aus. Morgens ging es in Serpentinen hinauf in schwindelerregende Höhen, Fotostopp und zurück an den wundersamen „Affenfüßen“ (interessant geformte Sandsteinformationen, die der Phantasie reichlich Spielraum geben) zur steilen Todra-Schlucht mit 300 m hohen Felswänden und fließendem Bach, an dem die Nomaden ihre Herden tränken, ihren Wasserbedarf auffüllen und auch kunstvolle handgefertigte Dinge (Kleidung, Schmuck, Batiktücher, Stickereien etc.) verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Der weitere Weg führte durch abwechslungsreiche Landschaften mit Fotostopps und Blick auf die Oasen und immer wieder Gelegenheiten zu einem Schwätzchen mit den Menschen in Richtung Zagora über Tineghir und Alnif (die Stadt der Fossilien) entlang des Flusses, in dem die Frauen „große Wäsche“ / z.B. Decken und Teppiche wuschen.
Wir übernachteten in Zagora im stilvollen „Riad Lamane“ im Palmenhain mit angegliedertem kleinen afrikanischen Garten, in dem interessante Skulpturen zu bewundern waren.
Nach einem leckeren Frühstück und einem kurzen Stopp an der berühmten Tafel „Timbuktu 52 Tage“ und der Besichtigung der alten Bibliothek und einem großen von 80 Familien bewohnten Kasbahviertel in mehrstöckiger Lehmbauweise, in dem die typischen grünen Töpferwaren der Sahara per Hand hergestellt werden und wir das Glück hatten, ein wenig Einblick in Arbeit und Alltag zu erhalten, ging es weiter auf dem alten Karawanenweg, auf dem einst Kamele Gewürze,

Salz, Tee, Lederwaren, Stoffe und allerlei andere Waren beförderten, nach M´Hamid. Die Weiterfahrt erfolgte in 2 Geländewagen.Wir durchquerten sich immer wieder überraschend verändernde Wüsten-Landschaften mit vielen Stopps, bei denen wir die Eindrücke der Wüste in uns aufnehmen konnten.
Im Komfort-Camp in Erg Chegaga gab es wie überall Begrüßungstee und reichlich Gelegenheit, die Umgebung auf sich wirken zu lassen und die Gastgeber ein bisschen kennen zu lernen, bevor wir dann auf den Kamelen zu einer hohen Düne schaukelten, um dort den grandiosen Sonnenuntergang genießen zu können.

Sehr gespannt war ich auf die Wüstennacht mit Vollmond. Die Sterne -und andere seltsame Lichterscheinungen- waren reichlich zu sehen, wenn auch nicht zum Greifen nah wie bei Neumond. Unwirklich futuristisch glitzerten die Dünen im silbernen Mondlicht, und die Senken waren sehr dunkel. Wunderschön brannten jedoch im Camp in den Senken unendlich viele Windlichter und Laternen, so dass 1001 Nacht greifbar wurde. Nach einem super leckeren Festmahl saßen wir am Lagerfeuer und unsere Gastgeber erfreuten uns mit einem Trommel- und Gesangskonzert. Mit ihrer Unterstützung durften wir dann auch noch ein bisschen Trommeln, weniger talentiert aber mit viel Vergnügen und freundlicher Unterstützung.
Das allerschönste war jedoch der Morgen. Im Westen war der Vollmond noch am Himmel zu

sehen und tauchte den Himmel in bläuliche und leicht rosafarbene Pastelltöne, während im Osten die aufgehende Sonne ein explodierendes Farbenmeer in pechschwarz, ebenholzschwarz,dunkeltintenblau, blauviolett, azurblau, ultramarin, erdbraun, bronze, bernsteinfarben, zimtfarben, chillirot , glutrot,orangerot, leuchtendorange und goldgelb hervorzauberte, unfassbar entrückend.
Immer wieder gab es nette Begegnungen mit den Menschen, die dort leben - z.B. eine Einladung zum Tee bei dem alten Mann, der mit seinen Kamelen am Feuerchen saß.
Nach dem Frühstück ging es dann weiter mit den Geländewagen, bei Houssine eher ruhig und beschaulich, die Stille der Wüste genießend, bei Youssef dafür ziemlich ausgelassen und fröhlich mit Tuareg-Musik (Tinariwen), mitsingend und im Takt klatschend, das Wüste der Wüste mit allen Sinnen genießend, durch den Lac Iriki (ziemlich schnell schnell schnell teilweise), immer wieder aber auch innehaltend zum Fotografieren, Fossilien sammeln, interessante Bergformationen und Oasen und natürlich! -Fata Morganas bestaunen. Es war so wunderbar magisch, dass wir ab und zu um die Autos herum tanzten... Die Tour ging über Foum Zguid und Taznakht (Teppichstadt) nach Ait Ben Haddou, wo am nächsten Morgen der beeindruckende Ksar - ein an den Berg angepasstes Lehmbaudorf in typischer Berberarchitektur - besichtigt wurde.
Die Weiterfahrt über die alte Salzkarawanenstraße bot noch einmal ein landschaftliches Highlight, der verregnete und verschneite Tishka-Pass erinnerte uns irgendwie schon an kommendes Novemberwetter zu Hause und passte auch schon ein bisschen zur Abschiedstraurigkeit, denn in Marrakesch trennten sich unsere Wege.

Für mich steht fest, dass ich sehr gerne bald wieder mit Dein-Marokko reisen möchte, -ar tawalt ad‘ nin , inchalah!

Regine und Erik (Mutter / 58 und Sohn / 25)

Note Sehr gut
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